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CIVIS Stele; Rechte Oliver Ziebe
Joachim Gauck (Rechte: Presse- und Informationsamt der Bundesreg.)
 (Rechte: Europäisches Parlament)
Dr. Guido Westerwelle (Rechte: Auswärtiges Amt)
 (Rechte: CIVIS/Oliver Ziebe)

Grußwort

Joachim Gauck, Bundespräsident

"Diese Vielfalt kann manchmal anstrengend sein, ist oft bereichernd und wird immer selbstverständlicher."

Heute leben in Deutschland Menschen aus verschiedenen Ländern, mit unterschiedlichen kulturellen Prägungen und religiösen Überzeugungen. Diese Vielfalt kann manchmal anstrengend sein, ist oft bereichernd und wird immer selbstverständlicher.

Unsere Zukunft wird davon abhängen, wie gut es gelingt, in Vielfalt verbunden zu bleiben und im Bewusstsein unserer Unterschiede nach dem Gemeinsamen zu streben. Sie wird davon abhängen, dass wir die Errungenschaften unseres Landes - Freiheit, Rechtstaatlichkeit, Demokratie, sozialer Ausgleich und allem voran die Achtung der Würde des Einzelnen - gemeinsam gegen Missbrauch und Extremismus jeglicher Natur verteidigen.

Grußwort

Joachim Gauck, Bundespräsident

Umso wichtiger sind Sie, die Journalistinnen und Journalisten, und sind die Medien, für die Sie arbeiten. Sie können Ängste schüren oder gar manipulieren. Oder Sie können aufklären, Vorurteile hinterfragen, Probleme sachlich schildern und einordnen, uns befähigen, mit neuem Wissen alte Irrtümer zu berichtigen, uns auch den gelingenden Alltag des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nahebringen, Ängste lindern und Mut machen.

Für all das machen sich die Frauen und Männer rund um den CIVIS Medienpreis in besonderer Weise stark. Ich danke Ihnen und wünsche dem CIVIS Medienpreis weiterhin viel Erfolg!

Grußwort

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments

"Das Bedienen billigster Ressentiments, das Schüren von Ängsten und billigster Populismus haben Konjunktur."

Wir erleben derzeit eine Wiederentdeckung des "Anderen", eine Renaissance des Trennenden: Es ist bequemer, auf die „Anderen" zu zeigen, es ist modisch, den Blick arrogant auf"faule Südländer" zu richten, denen man "mal eine Lektion" erteilen müsste. Deutsche Politiker werden in manchen ausländischen Boulevardzeitungen in NS-Uniformen dargestellt, von "Brüsseler Diktat" und "Fremdherrschaft" ist dann auch die Rede.
Toleranz und interkulturelle Verständigung haben es schwer – wieder oder immer noch. Das Bedienen billigster Ressentiments, das Schüren von Ängsten und billigster Populismus haben Konjunktur. In vielen Ländern der Europäischen Union, auch in Deutschland, ist das so. Hierzulande werden leichtfertig die Errungenschaften der Europäischen Einigung in Frage gestellt: Gemeinsame Währung? Dazu gäbe es doch eine "Alternative". Freizügigkeit? Aber doch nicht für Rumänen und Bulgaren, die "wollen doch eh nur in unser Sozialsystem einwandern". Mich beunruhigen solche Aussagen und die entsprechenden Bilder dazu. Sie dürfen nicht unwidersprochen bleiben, wir riskieren einfach zu viel.

Grußwort

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments

Das Zusammenleben in einer Gemeinschaft – ob es die Familie ist, die Gemeinde, das Land oder unsere Europäische Union – fordert gegenseitige Achtung und einen respektvollen Umgang miteinander. Der CIVIS Medienpreis zeichnet herausragende journalistische Arbeiten aus, die uns vor Augen und zu Ohren führen, wo sich Risse und Trennendes in unserer Gesellschaft auftun. Wir sehen und hören aber auch tolle Beispiele für ein gutes, für ein beispielhaftes Miteinander, für gelungene und bereichernde Integration und kulturelle Vielfalt.

Der CIVIS Medienpreis ermuntert Journalistinnen und Journalisten dran zu bleiben, an diesen Themen, die für den inneren Zusammenhalt unserer Gemeinschaft wesentlich sind.

Grußwort

Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister des Auswärtigen

"Herkunft darf nicht über Zukunft entscheiden. Integration muss als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden."

In der Globalisierung rückt unsere Welt näher zusammen. Die Bedeutung geografischer Distanzen nimmt rapide ab. Der Austausch zwischen Menschen aus unterschiedlichen Erdteilen ist in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik mittlerweile selbstverständlich. Migration, Integration und kulturelle Vielfalt prägen immer stärker unseren Alltag.

Deutschland lebt von seiner Offenheit und seiner Vernetzung. Im globalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe müssen wir die Talente der Welt zu uns einladen. Erfolgreiche strategische Integrationspolitik setzt daher außerhalb unserer Landesgrenzen an: Mit unseren Deutschlandjahren, mit unseren zahlreichen Austauschprogrammen, mit unserem Netzwerk an Partnerschulen und der weltweiten Förderung der deutschen Sprache, werben wir für ein attraktives Deutschland.

Grußwort

Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister des Auswärtigen

Der Willkommenskultur, für die wir im Ausland arbeiten, muss eine Kultur des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Inland folgen. Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund müssen ihr Potenzial in einem freien und kulturell vielfältigen Deutschland entfalten können. Herkunft darf nicht über Zukunft entscheiden. Integration muss daher als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden. Nur wenn sich alle Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und insbesondere auch die Medien für Integration stark machen, wird eine gemeinsame Strategie zum Erfolg führen.

Indem er die besten Programmleistungen zum Thema Integration und kulturelle Vielfalt auszeichnet, leistet der CIVIS Medienpreis seit über zwei Jahrzehnten einen bedeutenden Beitrag für gelungene Inte gration. Es ist bemerkenswert, dass in diesem Jahr weit über 600 Programmbeiträge zum Wettbewerb des CIVIS Medienpreises eingereicht worden sind. Diese hohe Zahl zeigt sowohl den großen Stellenwert, den der CIVIS Medienpreis als bedeutende Auszeichnung für Integration und kulturelle Vielfalt mittlerweile genießt, als auch die Sensibilität, die die europäischen Medien im Radio, im Fernsehen und auch im Internet diesen Fragen heute entgegenbringen.

Grußwort

Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister des Auswärtigen

Zur Verleihung des CIVIS Medienpreises heiße ich Sie herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, dass die Gala erneut im Weltsaal des Auswärtigen Amtes stattfindet. Dieser Ort steht wie der Preis selbst für Offenheit und für die Verbindung zwischen unterschiedlichen Welten und Kulturen.

Ich gratuliere den Preisträgern, danke den Verantwortlichen, insbesondere beim WDR, und Ihnen allen für Ihr Engagement für gelungene Integration und kulturelle Vielfalt in Deutschland und Europa.

Grußwort

Für Integration und kulturelle Vielfalt - gegen Rassismus und Diskriminierung

Monika Piel (WDR) | Peter Boudgoust (SWR) | Dr. Alexander Wrabetz (ORF) |
Dr. Roger de Weck (SRG SSR) | Dr. Willi Steul (Deutschlandradio) | Marko Filli (RTV Slovenia) | Erik Bettermann (DW) | Lutz Marmor (NDR/ARD-Vorsitz)

Der CIVIS Medienpreis will Journalistinnen und Journalisten der elektronischen Medien für die Themen Integration und kulturelle Vielfalt sensibilisieren und durch die Auszeichnung beispielhafter Programme in ihrer Arbeit ermutigen.

Mit unserem CIVIS Medienpreis setzen wir in der europäischen Öffentlichkeit auch 2013 ein publikumswirksames Zeichen: Für Integration und kulturelle Vielfalt - gegen Rassismus und Diskriminierung. Den ethnischen, kulturellen und religiösen Wandel als Realität anzunehmen und positiv zu gestalten, ist eine der zentralen Aufgaben der europäischen Gesellschaften und der Politik. Auch der Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung vor fundamentalistischen und extremistischen Übergriffen gehört dazu.

Grußwort

Für Integration und kulturelle Vielfalt - gegen Rassismus und Diskriminierung

Die öffentlich-rechtlichen Sender tragen dazu bei, die Verständigung der unterschiedlichen Kulturen und Glaubensgemeinschaften untereinander und miteinander zu fördern. Die Lebenswirklichkeit der Einwanderungsgesellschaft in all ihren Programmen darzustellen, ohne deren Konflikte zu leugnen, ist dabei eine ihrer wesentlichen Aufgaben.

Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD), der Westdeutsche Rundfunk (WDR), der Österreichische Rundfunk (ORF), das Schweizerische Radio und Fernsehen (SRG SSR), die Deutsche Welle, das Slowenische Radio und Fernsehen (RTV Slovenia) und das Deutschlandradio leisten zu dieser Gegenwarts- und Zukunftsaufgabe ihren aktiven Beitrag.

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