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Beeindruckende Beiträge – strahlende Sieger
Fernsehmoderatorin Anne Will
Im feierlichen Ambiente des Deutschen Bundestages, dem Berliner Paul-Löbe-Haus, wurde am 7. Mai der CIVIS Medienpreis in sieben Kategorien verliehen. Über 500 Gäste aus Politik, Gesellschaft sowie Film- und Fernsehbranche boten einen würdevollen Rahmen für die herausragenden Arbeiten, die sich am Ende bei den Juroren durchgesetzt hatten. Mit dem Preis werden Programmleistungen in Radio und Fernsehen ausgezeichnet, die besonders das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher nationaler, ethnischer, religiöser und kultureller Herkunft fördern. Fernsehmoderatorin Anne Will führte durch das Programm.
Monika Piel forderte, beim Thema Einwanderung auch die Gemeinsamkeiten herauszustellen.
WDR-Intendantin Monika Piel, die auch Vorsitzende des Kuratoriums der CIVIS Medienstiftung ist, wies in ihrer Begrüßungsrede auf die Verantwortung der Medien bei der notwendigen Verständigung von Kulturen und Glaubensgemeinschaften hin. Es gelte Realitäten abzubilden, Konflikte nicht zu negieren und auch zur Nachdenklichkeit anzuregen. Dabei dürfe man Unterschiede nicht leugnen, sondern die Vielfalt als Gewinn verstehen. Piel warnte jedoch davor, Trennendes und Konflikte zu stark zu betonen, statt vorhandene Gemeinsamkeiten herauszustellen. Zwar fühlten sich nach Deutschland eingewanderte Menschen oft fremd, andere wiederum seien hier geboren, aufgewachsen und sozialisiert worden. "Ihnen ist diese Gesellschaft vertraut und trotzdem machen sie die Erfahrung, dass sie immer wieder über ihr Fremdsein definiert werden. Sie werden zu Fremden gemacht", meinte die WDR-Intendantin.
Für CIVIS-Geschäftsführer Michael Radix endete ein "hochwertiges Programmjahr"
Die beeindruckenden und herausragenden Beiträge einerseits sowie die akribische Arbeit der Juroren andererseits hob der Geschäftsführer der CIVIS Medienstiftung, Michael Radix, hervor. Flucht, Asyl und Islam seien die zentralen Themen, mit denen sich ein Großteil der eingereichten Beiträge beschäftigt habe. Dabei sei die Qualität der Arbeiten nochmals gegenüber früheren Jahren gestiegen, da man an die Thematik analytischer und differenzierter herangehe, und sich beständig eine Kultur des Hinsehens entwickle. "Insgesamt ein inhaltlich und formal hochwertiges Programmjahr", bilanzierte Michael Radix. Als Beispiel soll eines der Siegerprogramme, die BBC-Produktion "White Girl" der Autorin Abi Morgan dienen. Emotional und provozierend erzählt das Fernsehdrama vom Aufeinandertreffen kulturell unterschiedlicher Wertesysteme. Der Film zeigt eine Gesellschaft, der die Werte abhanden kommen und die sich für einfache Antworten öffnet.
Mechtild Rothe, Vize-Präsidentin des EU-Parlaments
Anerkennung zollte Michael Radix den insgesamt 34 Juroren, die mit großem Engagement und Fachkenntnis 524 eingereichte Programme sichteten, bewerteten und schließlich am Ende sieben Sieger ermittelten, nachdem man zuvor 20 Beiträge für die Endausscheidung nominiert hatte. Unter den Juroren waren so bekannte Persönlichkeiten wie die beiden Fernsehmoderatoren Dunja Hayali und Cherno Jobatey, Filmregisseurin Buket Alakus, die Leiterin des ARD Fernseh-Magazins "Monitor", Sonia Mikich, Fernsehmoderator Frank Elstner und der Hörfunk-Direktor des Bayerischen Rundfunks, Dr. Johannes Grotzky.
Die Wichtigkeit und Unverzichtbarkeit des CIVIS Medienpreises hoben in einem Grußwort auch die beiden Schirmherren der diesjährigen Preisverleihung, Professor. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, und Professor Dr. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments, hervor. Beide Politiker bezeichneten den CIVIS Medienpreis als einen "Preis von höchstem Rang", der seit mehr als zwei Jahrzehnten durch seine Würdigung kritischer und der Wirklichkeit verpflichteter, journalistischer Beiträge Erhebliches zur gesellschaftlichen Integration und kulturellen Vielfalt in Europa beigetragen habe. "Der CIVIS Medienpreis steht in bester Tradition der europäischen Aufklärung", war Lammert überzeugt. Unentbehrlich sei der Preis, fügte Pöttering hinzu, denn er sorge auch dafür, dass die Offenheit und der Austausch in Europa mit Leben gefüllt würden.
Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands und Dr. Reinhart Freudenberg, Vorsitzender des Kuratoriums der Freudenberg Stiftung
Auch Dr. Reinhart Freudenberg, Vorsitzender des Kuratoriums der Freudenberg Stiftung, die CIVIS seit 20 Jahren partnerschaftlich begleitet, und Heinrich Haasis, Präsident des Kooperationspartners Deutscher Sparkassen- und Giroverband, unterstrichen die Notwendigkeit, im Bemühen um Integration nicht nachzulassen. Gerade den Medien komme eine verantwortungsvolle Aufgabe zu, denn die Berichterstattung dürfe nichts verschweigen, aber auch nicht über eine Sensationsheischende Darstellung versuchen, einfache Antworten zu geben.
Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer
Nach der Preisverleihung folgten Geehrte und Gäste einer Einladung von Staatsministerin Professor Dr. Maria Böhmer zu einem Empfang im Museum Hamburger Bahnhof, wo Tatort-Kommissar Miroslav Nemec mit seiner Band für die musikalische Unterhaltung sorgte.
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TV Gala in Berlin - Gäste  |
2009 Berlin 

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Sandra Maischberger über Integration und Medien 

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