CIVIS DOSSIER

Blick in den Abgrund
Zehn Jahre nach der Enttarnung des „NSU“

Die Schüsse fielen vor fast genau zehn Jahren. Am 4. November 2011 setzten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in Eisenach ihrem Leben ein Ende. Das Datum markiert den Beginn einer entsetzlichen und zutiefst beschämenden Erkenntnis: Da hatten zwei Serienmörder ihre Verbrechen über Jahre unbehelligt begehen können.  

Unter dem Namen „Nationalsozialistischer Untergrund“ („NSU“) hatten sie etliche Anschläge gegen Menschen mit Einwanderungsgeschichte verübt, hatten neun von ihnen und eine Polizistin getötet. Sicherheitsbehörden und Teile der Politik taten den Terror als Milieu- oder Drogenkriminalität ab, nahmen gar die Angehörigen der Opfer ins Visier. Bis heute ist das Systemversagen aus Ignoranz und Inkompetenz nicht umfassend aufgearbeitet. Auch nach der Verurteilung der Mittäterin Beate Zschäpe und einiger Helfershelfer und trotz der Arbeit einer Reihe von Untersuchungsausschüssen ist der Boden des braunen Abgrunds nicht ausgeleuchtet. Es bleiben Fragen nach dem Ausmaß des rechtsextremen Netzwerks, nach Handlangern, nach terroristischen Strukturen ...  

Mit dem CIVIS Medienpreis sind in den vergangenen 33 Jahren Beiträge ausgezeichnet worden, die sich in journalistischer oder künstlerischer Hinsicht auf herausragende Weise den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus widmen. Eine Auswahl dieser Produktionen aus Fernsehen, Radio, Kino und Internet finden Sie hier. 

 

CIVIS Nominierungen (2004-2021) und Preisträger (1988-2021)

Diese Auswahl steht im Kontext von „Blick in den Abgrund“

2021

2020

2019

2018

2017

2016

2015

2014

2013

2010

2008

2007

2006

2005

2004

2002

Preisträger

2001

Preisträger

2000

Preisträger

1999

Preisträger

1998

Preisträger

1994

Preisträger

1993

Preisträger

1988

Preisträger
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