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medientalk live

Alle Sendungen

„medientalk live“ läuft alle drei Wochen. Der nächste medientalk live findet am Donnerstag, dem 07.03.24 um 18 Uhr statt.

SENDUNG #26 vom 19.02.2024

Vier Jahre ist es heute her, dass ein Rechtsextremist in der hessischen Stadt Hanau
neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet hat. Bis heute kämpfen vor allem
die Angehörigen der Opfer um eine Aufarbeitung der Morde – und versuchen, gegen
den Rassismus vorzugehen, der diese und ähnliche Taten ermöglicht.
Im „medientalk live“ geht es nicht nur um die Frage, was Medien und Journalismus in
Deutschland falsch oder richtig gemacht haben nach dem Terroranschlag. Sondern
auch darum, inwieweit Medien mit ihrer Berichterstattung über Menschen mit
Einwanderungsgeschichte Rassismus verbreiten oder auch bekämpfen können.
Gast ist der Journalist und Autor Mohamed Amjahid, der sich intensiv mit den Themen
Vielfaltsgesellschaft und Rassismus auseinandersetzt – und der den Anschlag von
Hanau als Zeitenwende begreift.
medientalk live ist ein Format von CIVIS Medienstiftung und COSMO, gefördert von
der Stiftung Mercator. COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #25 vom 01.02.2024

Weit über eine Million Menschen sind in den letzten Wochen in Deutschland auf die Straße gegangen: Gegen Rechtsextremismus und die menschenverachtenden Deportations-Pläne, die bei einem Geheimtreffen in Potsdam besprochen wurden – unter anderem von Mitgliedern der AfD. Begleitet wird der Straßenprotest von einer großen Social Media-Welle, die einen TikToker ganz besonders oft in die Timelines gespült hat: Tahsim Durgun, der als @tahdur Comedy-Videos postet. Sein trockener Humor, mit dem er sich über die AfD, Abschiebungen und die deutsche Identität lustig macht, haben bei vielen den richtigen Ton getroffen. Es gab Demoplakate, die sich auf seine Videos bezogen – und sein bekanntestes Reel wurde sogar im Bundestag zitiert.

Mit Tahsim Durgun spricht Nadine Hadad über Comedy gegen rechts, Humor bei ernsten Themen und die Rolle der Medien für das Zusammenleben in der Vielfaltsgesellschaft.

medientalk live ist ein Format von CIVIS Medienstiftung und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #24 vom 11.01.2024

Es ist eine Frage, die Medienmacherinnen und –macher in Deutschland schon lange beschäftigt: Wie erreichen wir mit unserem Angebot weiter junge Menschen? Studien zeigen deutlich: Fernsehen, Zeitungen und Co. werden immer weniger genutzt – für die jüngere Zielgruppe sind soziale Netzwerke das Informationsangebot Nummer Eins. Da aber haben

journalistische Formate viel Konkurrenz von Influencern, Netz-Promis und auch Fake-News. Dass es Probleme gibt, wenn Journalismus die Relevanz verliert, ist in der Diskussion über den Nahostkrieg deutlich geworden: Denn wie sollen wir als Vielfaltsgesellschaft uns über ein so wichtiges Thema austauschen, wenn wir nicht einmal mehr verlässliche Nachrichten konsumieren? Wie können Medien also gegensteuern, um vor allem jüngere Menschen mit wichtigen Nachrichten besser zu erreichen? Dazu gibt es Ideen von Burak Yilmaz. Er ist Pädagoge und Autor, arbeitet regelmäßig an Schulen und macht unter anderem Präventionsarbeit gegen Antisemitismus.

medientalk live ist ein Format von CIVIS Medienstiftung und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #23 vom 21.12.2023

Medien berichten ständig über Flucht, Migration oder Integration – und in den meisten Fällen geht es dabei um das, was nicht gut läuft. Ob Gewalt zu Silvester, sogenannte „Clan-Kriminalität“ oder die angebliche Überforderung durch zu viele Geflüchtete: Negative Aspekte stehen im Mittelpunkt. Dass dieser eingeschränkte Blick viele Themen der diversen Gesellschaft in Deutschland ausblendet, wird immer wieder kritisiert. Aber: Viele Dinge in der Berichterstattung laufen heute auch schon viel besser als früher. Zu allen großen Debatten kommen Expert:innen und Journalist:innen mit Einwanderungsgeschichte zu Wort – oft an prominenter Stelle. Die Sicht von Betroffenen rechter, antisemitischer oder antimuslimischer Gewalt wird stärker wahrgenommen als früher. Und auch die Sprache der allermeisten Medien hat sich an eine vielfältige Gesellschaft angepasst. Die aktuelle Folge des medientalk live konzentriert sich auf die positiven Entwicklungen – nicht um irgendwas schönzureden, sondern um zu realisieren, wie viel weiter viele Medien in punkto Vielfalt schon gekommen sind.

Zu Gast ist Elena Kountidou, Geschäftsführerin der Neuen deutschen Medienmacher:innen.

Der Verein setzt sich für die Stärkung der Vielfalt in den deutschen Medien ein. In „medientalk live“ von CIVIS Medienstiftung und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #22 vom 30.11.2023

Der Krieg in Nahost, dieser wurde mehr als je zuvor auch über Medien ausgetragen. Klassische Angebote wie Zeitungen, Online-Plattformen und TV-Sender stehen dabei unter besonderer Beobachtung: Berichten Sie umfassend genug? Zeigen Sie das Leid beider Seiten? Wird politisches Handeln ausreichend hinterfragt?

Gleichzeitig ist klar: Vor allem jüngere Nutzer:innen informieren sich immer weniger über klassische journalistische Nachrichtenangebote im Fernsehen, Radio, Tageszeitungen und immer mehr über sozialen Medien. Auf Plattformen wie TikTok sind sie dabei unter anderem Fakes, politischer Propaganda und gezielter Manipulation ausgesetzt. Welche Folgen hat das? Für unser Verständnis des Konflikts, aber auch für deutsche Vielfaltsgesellschaft?

Darüber sprechen wir mit der Linguistin und Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura, Host unseres Partner-Podcasts „quoted der medienpodacst“. 

„medientalk live“ ist eine Zusammenarbeit der CIVIS Medienstiftung und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #21 vom 08.11.2023

Die Gewalt im Nahen Osten schockiert und beschäftigt Deutschland. Und sie hat einen
direkten Einfluss auf unsere Einwanderungsgesellschaft: Viele Menschen, die selbst vor
Krieg und Gewalt nach Deutschland geflohen sind, fühlen sich direkt betroffen, wenn es um
den neuen Nahostkrieg geht. Das bemerken auch die Journalist:innen bei WDRforyou. Die
Redaktion macht seit 2016 Programm für Geflüchtete, vor allem in Form von Live-Streams
auf Deutsch, Arabisch und Persisch.
Seit dem brutalen Angriff der Hamas auf israelische Zivilst:innen und dem massiven
militärischen Vorgehen der israelischen Streitkräfte in Gaza gibt es unter anderem in den
palästinensischen, syrischen, irakischen, nordafrikanischen, afghanischen und iranischen
Communities Deutschland kaum ein anderes Thema. Aber wie wird das, was derzeit in Israel
und Palästina geschieht, hier gesehen? Wie informieren sich Menschen, die aus dem Nahen
und Mittleren Osten hierher geflohen sind, über die Ereignisse? Und wie geht die Redaktion
von WDRforyou mit dem Thema um?
Darüber spricht Nadine Hadad mit Isabel Schayani, Redaktionsleiterin von WDRforyou. Und
mit Falah Elias, Moderator und Reporter für das arabische Programm des Angebots.
Wie Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenleben, hängt auch davon ab, welches
Bild sie voneinander haben. Und welches Bild sie voneinander haben hängt wiederrum
davon ab, wie Medien über sie und auch über ihre Wurzeln berichten. Deswegen ist die
Berichterstattung der Medien alle drei Wochen unser Thema hier im medientalk live. Von der
CIVIS Medienstiftung zusammen mit COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #20 vom 12.10.2023

Polen wählt! Am 15. Oktober sind die Bürger:innen des größten deutschen Nachbarlands im Osten zur Parlamentswahl aufgerufen. Vor allem liberal eingestellte Pol:innen sehen die Abstimmung als „Schicksalswahl“: Bei einem erneuten Sieg der national-konservativen, populistischen PiS-Partei befürchten sie einen weiteren Abbau des Rechtsstaats, eine Abkehr von der EU und zunehmende Repressionen gegen regierungskritische Medien. Die PIS setzt im Wahlkampf insbesondere auf das Thema Einwanderung und verbindet den Wahltag mit einem umstrittenen Referendum über Migrationspolitik. Deutschland spielt für die Zukunft Polens eine wichtige Rolle – und umgekehrt. Auch wenn sich die polnische Regierung Kritik verbittet und zum Teil heftig gegen das Nachbarland schießt, blicken Politik und Gesellschaft traditionell aufmerksam darauf, wie in Deutschland über Polen gesprochen und berichtet wird. Im Verhältnis zwischen den Ländern spielen

Medien eine wichtige Rolle: Lange war Osteuropa in den deutschen Medien

unterrepräsentiert, inzwischen hat sich das geändert. Das wird auch in Teilen der polnischen Community in Deutschland wahrgenommen: Rund zweieinhalb Millionen Menschen in Deutschland haben polnische Wurzeln, sie bilden somit die zweitgrößte Einwanderergruppe in Deutschland. Welche Themen dominieren die deutsche Berichterstattung über Polen – und welche die polnische über Deutschland? Gibt es problematische Medien-Narrative? Und welche Rolle spielt das polnische Vorgehen gegen unliebsame Medien bei den Wahlen am Sonntag? Darüber spricht Nadia Zaboura, Linguistin und Kommunikationswissenschaftlerin, mit dem Journalisten Thomas Dudek, der immer wieder von beiden Seiten der Oder berichtet.

„quoted. der medienpodcast“ ist eine Kooperation der CIVIS-Medienstiftung für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa und der Süddeutschen Zeitung, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #19 vom 31.08.2023

Er ist schon lange umstritten: der Begriff „Clans“. Meistens werden damit arabisch- oder Türkei-stämmige Großfamilien in Deutschland bezeichnet und fast immer geht es in diesem Zusammenhang um Verbrechen. So verwenden die Sicherheitsbehörden in Deutschland die Kategorie „Clan-Kriminalität“ selbstverständlich für die Erfassung von Straftaten.

Und kurz vor den Landtagswahlen in Hessen und Bayern gibt es erneut eine politische Debatte darüber, wie man härter gegen diese Form der Kriminalität vorgehen kann.

Durch die Bezeichnung „Clankriminalität“ fühlen sich aber nicht nur Mitglieder von Großfamilien diskriminiert, die mit Kriminalität nichts zu tun haben. Auch Wissenschaftler:innen warnen immer wieder davor, dass der Begriff zu ungenau sei und stigmatisierend wirke.

Wie sogenannte „Clans“ in den Medien abgebildet werden, spielt eine wichtige Rolle – und hier sind sie in den letzten Jahren zu einer Art Dauerbrenner geworden, um den sich unzählige TV-Dokus, Sachbücher und Schlagzeilen drehen. Wie kam es dazu? Wie wird über die Mitglieder der Großfamilien berichtet? Und würde ein Verzicht auf den umstrittenen „Clan“-Begriff die damit beschriebene Kriminalität wirklich verharmlosen?

Über diese Fragen diskutieren wir mit dem Journalist Mohamed Amjahid, der sich schon lange intensiv mit der Berichterstattung über die sogenannten „Clans“ auseinandersetzt.

„medientalk live“ ist eine Zusammenarbeit der CIVIS Medienstiftung und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #18 vom 10.08.2023

Alle reden über die AfD – und die muss nicht einmal viel dafür machen. Mit rund 20% Zustimmung im Bund liegt die Partei, die von Rechtsextremist:innen durchsetzt ist, in Umfragen auf einem Höchststand.

Wie immer wieder seit der Gründung der AfD ist auch der Umgang der Medien mit ihr ein heiß diskutiertes Thema: Ist das Ausmaß der Berichterstattung überzogen, gemessen an der politischen Bedeutung der Partei? Schauen Journalist:innen zu sehr auf jede einzelne Umfrage? Und übernehmen zu viele Medien unreflektiert zwar nicht die Sichtweise, wohl aber Themen und Agenda der extremen Rechten? In manchen Medien hält sich außerdem hartnäckig die These, viele AfD Unterstützer:innen seien dies nur aus Protest gegen die Bundesregierung. In der Wissenschaft ist diese Deutung aber umstritten. Eine neue Studie der Otto-Brenner-Stiftung zum Beispiel stellt fest, dass die AfD sich bei ihren Wähler:innen etabliert habe.

Über diese Fragen diskutieren wir mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty @lamberty.pia . Sie ist Geschäftsführerin des Centers für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS) und erforscht rechtsextreme und verschwörungsideologische Strukturen.

„medientalk live“ ist eine Zusammenarbeit der CIVIS Medienstiftung und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #17 vom 20.07.2023

Die gewaltsamen Unruhen in Frankreich nach der Tötung des Jugendlichen Nahel M. durch einen Polizisten sind wieder abgeflaut. Aber die Frage, wie es so weit kommen konnte, ist weiter offen. Über Polizeigewalt und die strukturelle Benachteiligung von Bewohner:innen der französischen Vorstädte wurde viel diskutiert, kaum beleuchtet wird aber die Rolle der Medien.

Die aktuelle Folge von medientalk live will das ändern – im Gespräch mit Emilia Roig. Die Politikwissenschaftlerin ist als Tochter eines algerischen Vaters und einer Mutter aus Mozambique in einem Pariser Vorort aufgewachsen. Sie spricht von mangelnder Repräsentation und einer wachsenden Entfremdung zwischen den Bewohner:innen der Banlieues und den französischen Medien.

„medientalk live“ ist eine Zusammenarbeit der CIVIS Medienstiftung und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #16 vom 25.05.2023

Der Krieg in der Ukraine ist auch ein Medienereignis, und die intensive Berichterstattung in Deutschland und international über den Angriffskrieg Russlands hat großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung des Geschehens. Etwa 12.000 ReporterInnen erhielten seit Februar 2022 eine Akkreditierung. Welche Rolle spielen Journalist:innen in diesem Krieg, wie neutral und objektiv können sie sein, wie gefährlich ist ihre Arbeit, darum geht es heute im medientalk live mit Marspet Movsisyan. Zu Gast: Anastasia Magasowa, ukrainische Journalistin.

„medientalk live“ ist eine Zusammenarbeit der CIVIS Medienstiftung und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #15 VOM 04.05.2023

Am Samstag wird König Charles der III. gekrönt. Das ist ein mediales Großereignis, genau so wie der Tod der Queen im vergangenen Jahr. Dabei werden die Royals vor allem gefeiert. Die Zeremonie wird am Samstag live auf den großen Fernseh-Sendern übertragen, viele Zeitungen berichten sei Wochen über Kutsche und Gästeliste. Aber was ist eigentlich mit der kolonialen Vergangenheit der britischen Krone? Ihr Reichtum beruht ja zum Teil auf brutaler Ausbeutung. Wie wird das in der

Berichterstattung wiedergespiegelt – und wo stehen wir insgesamt mit der Auseinandersetzung über den Kolonialismus, vor allem auch mit unserer, der deutschen Vergangenheit? Deutschland war einmal die drittgrößte Kolonialmacht ihrer Zeit – unter den Auswirkungen leiden die betroffenen Länder bis heute.

Wie hat sich das Bewusstsein über dieses Unrecht und seine Folgen entwickelt? Und welche Rolle spielen Medien dabei? Nehmen sie ihre Aufgabe wahr, auf Missstände hinzuweisen und gesellschaftliche Debatten über Ungerechtigkeiten zu führen? Und wie könnte diese aussehen? Darum geht es heute im medientalk live, eine Zusammenarbeit der CIVIS Medienstiftung und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

Zu Gast: Kommunikationswissenschaftlerin, Autorin und Filmemacherin Natasha A. Kelly

SENDUNG #14 vom 13.04.2023

Die Region Berg-Karabach im Kaukasus, mehrheitlich bewohnt von Armeniern, ist seit Dezember 2022 von der Außenwelt abgeschnitten. Es fehlt an Lebensmitteln, Medikamenten, Treibstoff und Energie. Die drohende humanitäre Katastrophe besorgt auch Angehörige in Deutschland: Die armenische Community hierzulande umfasst etwa 60-80.000 Menschen. Allerdings: der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan bekommt bei uns kaum mediale Aufmerksamkeit – und das, obwohl sich ganz aktuell mehr als hunderttausend Menschen in einer akuten Notlage befinden. Und obwohl der Konflikt existentiell gefährlich ist für den Frieden in einer Region von nennenswerter geopolitischer Bedeutung. Wie lässt sich das erklären? Und warum gerät diese schwere Krise – ebenso wie manche anderen schweren Krisen auf der Welt – aus dem Fokus von Zeitungen, Fernsehen, Radio oder Online-Medien?

Zu Gast: Anna Aridzanjan

„medientalk live“ ist eine Kooperation der CIVIS-Medienstiftung für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #13 vom 23.03.2023

Über ein Jahr geht der Angriffskrieg Russland gegen die Ukraine nun schon, und er ist weiterhin auch ein Informationskrieg: Russische Medien verbreiten Desinformation, fake news, Verschwörungszählungen. Wie haben sich die Kampagnen entwickelt, wie lässt sich das Narrativ der Militärischen Spezialoperation halten? Welche Folgen hat diese andauernde Propaganda auf die Menschen in Russland? Wieviel Einfluss haben die Medien auf die russische Community in Deutschland?

Zu Gast: Katja Garmasch, Journalistin mit russischen und ukrainischen Wurzeln. Sie ist in der ehemaligen Sowjetunion aufgewachsen.

„medientalk live“ ist eine Kooperation der CIVIS-Medienstiftung für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #12 vom 02.03.2023

Das verheerende Erdbeben in der Türkei und Syrien hat mehr als 50.000 Menschen das Leben gekostet, Ungezählte schwer verletzt und obdachlos gemacht. In Medien hier habenwir viel darüber gelesen  und gehört, dass das Ausmaß der Katastrophe auch politische Gründe hat, weil es zu wenig Kontrolle beim Bau von Gebäuden gab. Aber wie sieht es mit der Berichterstattung über diese Fragen in der Türkei aus? Wie frei können Zeitungen, Fernsehen und Radio dort berichten?

„medientalk live“ ist eine Kooperation der CIVIS-Medienstiftung für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #11 vom 09.02.2022

Der Februar ist Black History Month, das ist der Monat der Schwarzen Geschichte in
Nordamerika. Auch in Deutschland wird er seit einigen Jahren begangen, um Geschichte, Kultur und Leistungen Schwarzer Deutscher sichtbar zu machen. Da gibt es auch in den Medien noch einiges nachzuholen. Im „medientalk live“ geht es darum, wie Zeitungen, Rundfunk und Onlinemedien berichten über die Themen von Afrodeutschen und wie es
aussieht mit der Repräsentation ihrer Perspektiven oder dem Wissen über Rassismus. Und wie eine Gruppe Schwarzer Journalistinnen ihr eigenes Magazin gründete, worüber sie dort berichten und wie sie Nachwuchs fördern. Host Nadine Hadad spricht darüber mit der Journalistin Celia Parbey. Sie arbeitet u.a. für ZEIT Online und ist Chefredakteurin des
RosaMag, ein Onlinemagazin von und für Schwarze und afrodeutsche FLINTA (Frauen,
Lesben, inter*, non-binäre, trans* und agender Personen).
https://rosa-mag.de/


„medientalk live“ ist eine Kooperation der CIVIS-Medienstiftung für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #10 vom 19.01.2022

„Die Gewalt hat einen Migrationshintergrund“ (NZZ), „Randalierende Migranten“ (BILD.de), „Eine Frage gescheiterter Integration?“ (FAZ): Schlagzeilen aus den ersten Tages dieses Jahres. In Berlin und anderen deutschen Städten hat es in der Silvesternacht massive Angriffe auf Polizei und Einsatzkräfte gegeben, besonders im Bezirk Neukölln. Die Berliner Polizei veröffentlichte vorläufige Zahlen, nach denen etwa zwei Drittel der in der Berliner Silvesternacht Festgenommenen keinen deutschen Pass besäßen.

Es folgte ein politische und mediale Debatte darüber, ob die Ausschreitungen Beweis einer verfehlten Migrationspolitik beziehungsweise einer gescheiterten Integration von Einwanderern sei. Das zog Vorwürfe anderer Diskussionsteilnehmer:innen nach sich, hier würden Konflikte kulturalisiert, mehr noch, die Stoßrichtung der Kritik sei rassistisch – was wiederum Behauptungen auslöste, Probleme in Zusammenhang mit Einwanderung würden tabuisiert… Und obwohl die Silvesternacht nun schon fast drei Wochen zurückliegt, halten die Debatte und die Debatte über die Debatte an. 

Marspet Movsisyan spricht darüber mit dem Journalisten Stephan Anpalagan,
Geschäftsführer von „Demokratie in Arbeit“.

SENDUNG #9 vom 22.12.2022

„Masel Tov Cocktail“

Ein Film über einen jungen Mann, der keine Lust mehr hat, als Jude und als russischer Einwanderer in die Opferrolle gedrängt zu werden, auch wenn er natürlich immer wieder mit Antisemitismus konfrontiert wird. „Masel Tov Cocktail“ hat zwei der europaweit sehr renommierten CIVIS Medienpreise gewonnen. Und ihr könnt Euch jetzt bewerben für 2023!
Nadine Hadad spricht mit dem Autor und Regisseur über den Film, über den Preis, über
neue Projekte.

SENDUNG #8 vom 01.12.2022

„WM der Schande“, „Turnier der Scheinheiligen“, Boykott-Aufrufe: Die Empörung über die Fussball-Weltmeisterschaft in Katar ist groß.

Und tatsächlich gibt es viele Gründe, das Austragungsland zu kritisieren, wegen Ausbeutung von Arbeitsmigranten oder Schwulenhass. Mittlerweile gibt es aber auch eine Kritik an der Kritik. Darauf wollen wir eingehen und fragen uns, warum polarisiert gerade diese WM so sehr? Ist es richtig, Katar wegen der Menschenrechtsverletzungen gerade jetzt immer wieder ins Visier zu nehmen und zu verurteilen, dass die WM dort stattfindet? Oder ist die Empörung heuchlerisch, zeugt sie von Doppelmoral? Ist sie arrogant und eurozentrisch, gar islamfeindlich? In Russland zum Beispiel rollte der Ball nach der Annexion der Krim und den Bomben auf Aleppo fast ohne kritische Begleittöne aus den Medien. 

Wir reden drüber heute – mit dem Journalisten Burhan Akid Von wdrforyou.

SENDUNG #7 vom 10.11.2022

Mittlerweile leben in Deutschland über 4,5 Millionen Muslime. Trotzdem kommt es immer wieder
vor, dass der Islam in manchen Medien negativ rüberkommt – nämlich als eine Religion, die
rückständig sei, die Rechte von Frauen oder queeren Menschen missachte oder gewalttätige
Fanatiker hervorbringe. Warum werden Muslime immer mit den gleichen, oft negativ behafteten
Themen in Verbindung gebracht? Was hat das für Auswirkungen für die Muslim:innen in Deutschland? Und was sagt das über unsere Medienlandschaft?
Nadine Hadad spricht darüber mit einem der Gründer des Formats „Datteltäter“ Younes Al-Amayra.

SENDUNG #6 vom 20.10.2022

Der Iran erlebt eine Welle von Protesten, die breite Bevölkerungsschichten erfasst hat. Zahllose Bürger:innen fordern mittlerweile offen den Sturz des Regimes. Dieses reagiert brutal; es tötet, verletzt und inhaftiert Demonstrant:innen. Wie begleiten deutsche Medien das Geschehen in dem Land? Wie blickt die iran-stämmige Community in Deutschland auf den Umgang von Zeitungen, Sendern und Online-Medien mit dem Thema? Wie hat die Aufmerksamkeit hierzulande sich seit Beginn der Proteste entwickelt?
Wir sprechen darüber mit Isabel Schayani, Leiterin von WDRforyou.

SENDUNG #5 vom 29.09.2022

Zum Tag der deutschen Einheit sprechen wir über Ostdeutschland in den Medien und eine Perspektive, die in der Berichterstattung oft fehlt: Die von Ostdeutschen of Color. Denn es gab Einwanderung in der ehemaligen DDR, zum Beispiel aus Chile, Vietnam oder Südafrika, und die ostdeutsche Gesellschaft war und ist nicht nur weiß. Nadine Hadad spricht darüber mit der Autorin und Soziologin Katharina Warda.

SENDUNG #4 vom 08.09.2022
Denn noch immer sind Menschen mit Einwanderungsgeschichte in der Branche unterrepräsentiert und gesellschaftliche Vielfalt Diversität im Film wird klischeehaft dargestellt. So sehen es jedenfalls, sagten 80% der Befragten bei einer Umfrage der Initiative unter Filmschaffenden. Wir reden drüber mit Esra und Patrick Phul, Macher:innen des Rap-Musicals „Hype“, der ersten Fiction-Serie von COSMO.
SENDUNG #3 vom 18.08.2022

Im August 1992 setzten hunderte teilweise Rechtsextremer ein Wohnheim von VietnamesInnen in Brand, bis zu 3000 Menschen schauten zu und applaudierten.

Der Pogrom, der sich über Tage zunächst gegen Asylsuchende, dann gegen ehemalige vietnamesische VertragsarbeiterInnen richtete, gehört zu den schlimmsten rassistischen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Über die Bedeutung für die vietdeutsche Community heute und die Rolle der Medien sprechen wir mit der Journalistin und Podcasterin Minh Thu Tran (Rice and Shine).

SENDUNG #2 vom 28.07.2022

Im zweiten „medientalk live“ geht es um kulturelle Vielfalt in den Redaktionen.

Der Anteil von Menschen mit Einwanderungsbiografien in den Medien ist viel geringer als in der Bevölkerung. Welche Folgen hat das, und warum muss sich etwas ändern? Marspet Movsisyan und Thembi Wolf von den Neuen Deutschen Medienmachern sprechen darüber im „medientalk live“. Eine Zusammenarbeit der CIVIS-Medienstiftung und COSMO, gefördert von der Stiftung Mercator.

SENDUNG #1 vom 07.07.2022

Im ersten „medientalk live“ geht es um vergessene Krisen.

So hat der Angriffskrieg in der Ukraine beispielsweise die Berichterstattung über den Terror der Taliban in Afghanistan weitestgehend verdrängt. Welche Folgen hat das, und wie kommt das an, zum Beispiel bei Geflüchteten unterschiedlicher Herkunft? Host Nadine Hadad spricht mit der Journalistin und Autorin Natalie Amiri.