NOMINIERUNGEN

CIVIS Medienpreis 2021

CIVIS – Europas Medienpreis für Migration, Integration und kulturelle Vielfalt zeichnet Programmleistungen im Radio, Fernsehen, Internet aus, die das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesellschaft fördern.

Der CIVIS Kinopreis als Publikumspreis kommt hinzu.
     

YOUNG C. AWARD

 

STRG_F - Leid auf Lesbos: Die gewollte Katastrophe?

Reportage
Norddeutscher Rundfunk | funk
Autor: Armin Ghassim
Redaktion: Anna Orth

Moria war die Hölle, Kara Tepe ist schlimmer: Keine Heizung, kein warmes Wasser, nur wenige Toiletten, nasse Zelte, kranke Kinder, die nicht mehr leben wollen. Der Verdacht: Es fehlt nicht an Geld oder Aufmerksamkeit, die erbärmlichen Zustände sind Teil der EU-Strategie. Eine Botschaft an die Menschen in den Herkunftsländern: Bleibt zuhause.

„Die Reportage Leid auf Lesbos zeigt in authentischen Bildern aus nächster Nähe die bedrückenden Zustände in den Flüchtlingscamps auf Lesbos. Das ist sehr gutes journalistisches Handwerk, informativ, facettenreich und durchweg getragen von Empathie für die hilflosen Opfer einer hartherzigen Politik.“

YOUNG C. AWARD

 

Mein Vietnam

Dokumentarfilm
Filmakademie Baden-Württemberg
Autor:in | Regie: Tim Ellrich, Hien Mai
Prüfungskommission: Thomas Lauterbach
Ko-Produktion: Leopold Pape (Coronado Film)

Das vietnamesische Ehepaar Bay und Tam lebt im Spagat: Seit 30 Jahren wohnen und arbeiten sie in München, über das Internet schließen sie sich virtuell mit der Heimat kurz. Und erfahren auf diesem Weg, dass dort ihr altes Haus vom Sturm zerstört wird und ein Angehöriger im Sterben liegt. Bay, die Deutsch lernt und demnächst Großmutter werden soll, bleibt in Deutschland verwurzelt. Tam zieht es immer stärker zurück ins Land seiner Vorfahren.

„Klug ausgewählte Bilder veranschaulichen das Dilemma des Lebens in unterschiedlichen Welten sehr eindrucksvoll. Die beiden Eheleute sind zufrieden – und reagieren doch ganz unterschiedlich auf den Zwiespalt zwischen der Verwurzelung in der alten Heimat Vietnam und den Bindungen in der neuen Heimat Deutschland. Mein Vietnam ist ein beeindruckender Dokumentarfilm über die Herausforderung der Migration.“

Der vollständige Beitrag kann unter folgender Mailadresse angefragt werden:
pape@coronado-film.com

 

YOUNG C. AWARD

 

Seepferdchen

Kurzfilm
Filmakademie Baden-Württemberg
Autorin | Regie: Nele Dehnenkamp
Prüfungskommission: Thomas Lauterbach
Co-Producerin: Christine Duttlinger

Das Seepferdchen hat in der Anatomie unseres Gehirns der Pforte zur Erinnerung den Namen gegeben: Hippocampus. Hier wird archiviert, was wir nicht vergessen können, die schönen wie die schrecklichen Erlebnisse. Die junge Jesidin Hannan konnte nicht schwimmen, als sie mit ihrer Familie im Schlauchboot über das Mittelmeer kam. Jetzt lernt sie, wie ein Seepferdchen nicht unterzugehen. Doch die Angst vor dem Ertrinken im dunklen Wasser bleibt im Gedächtnis lebendig.

„Die tolle Kameraästhetik schafft eine überzeugende poetische Verbindung von Ton und Bild. Der Film vermittelt die bedrängende Doppelgestalt des Wassers als Medium des Glücks und des Untergangs. Seepferdchen gibt der Protagonistin Raum zu verdeutlichen, welche traumatischen Auswirkungen eine Flucht haben und wie ein junger Mensch sich diesen Erfahrungen stellen kann.“

Der vollständige Beitrag kann unter folgender Mailadresse angefragt werden: 
Sigrid.gairing@filmakademie.de

CIVIS VIDEO AWARD

Information

Hey, ich bin Jude! Jung. Jüdisch. Deutsch.

Dokumentarfilm
Nordend Film GmbH | ZDF
Autor | Regie: Jan Tenhaven
Redaktion: Thorsten Eppert (Nordend Film),
Simone Müller
Produktion: Thorsten Eppert, Adrian Stangell

Sie wollen mehr sein als Angehörige einer Randgruppe. Elf jüdische Jugendliche erzählen über ihren Alltag zwischen Sportplatz und Synagoge, Thora und Instagram, Schabbat und Party. Wenn sie in der Öffentlichkeit Kippa oder Davidstern tragen, riskieren sie antisemitische Pöbeleien und Übergriffe. Doch sie sind es leid, auf die Opferrolle reduziert zu werden. Ein Film über die Vielfalt jungen jüdischen Lebens in Deutschland.

„Für allzu viele Bürger ist es immer noch eine erstaunliche Neuigkeit: Juden leben in Deutschland wie Angehörige anderer Religionen oder wie jene ohne Religion. Sie sind Teil dieser Gesellschaft. Und das jüdische Leben hierzulande ist sehr vielfältig. Der Dokumentarfilm Hey, ich bin Jude! vermittelt diese Tatsache nicht in belehrendem Ton,– und ist auch dadurch berührend.“

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(Verfügbar bis: 06.09.2021)

CIVIS VIDEO AWARD

Information

WDRforyou - Hoffnung, nur noch Hoffnung.

Reportage
Westdeutscher Rundfunk
Autor:in | Regie: Salama Abdo, Isabel Schayani
Redaktion: Petra Schmitt-Wilting

Die 10-jährige Fayegheh lebt im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Sie ist eines von tausenden Kindern dort. 200 teilen sich eine Toilette, pro Tag gibt es eine Stunde Unterricht. Ein Team von WDRforyou hat Fayegheh getroffen und gefilmt, wo ihre Träume endeten: in Europas größtem Flüchtlingscamp. Ausgelegt war es für 2300 Menschen, untergebracht sind dort mehr als 20.000.

„In Lagern für Geflüchtete leben Menschen oft wie Gefangene. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche dort. Gefangen sind ihre Körper, ihre Seelen. Das zeigt die Reportage Hoffnung, nur noch Hoffnung ebenso eindringliche wie respektvoll. Sie erschüttert auch, weil sie auf dramaturgische Verstärker verzichtet, einen persönlichen Blick auf die Situation wirft und trotzdem die journalistische Distanz nicht verliert.“

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(Verfügbar bis: 05.03.2025)

CIVIS VIDEO AWARD

Information

ProSieben Spezial. Rechts. Deutsch. Radikal.

Dokumentation
PQPP2 GmbH | ProSieben
Autor:in: Anja Buwert, Thilo Mischke
Regie: Anja Buwert
Redaktion: Jan A. Karon, Elisabeth Krafft, Isabelle Lange, Sigrid Reuter
Produktion: Anja Buwert, Caspar Fischer

Anderthalb Jahre haben Thilo Mischke und sein Team im rechtsextremen und rechtsradikalen Milieu recherchiert. Wie funktionieren dort angesiedelte Organisationen? Wie kommen sie an neue Mitglieder? Wieviel haben sie gemeinsam, wo unterscheiden sie sich? Und wie gefährlich sind sie für Rechtsstaat und Demokratie? Das brutale Statement eines ehemaligen AfD-Funktionärs macht deutlich: sehr gefährlich.

„Rechts. Deutsch. Radikal. lebt von der Spannung zwischen der grobschlächtigen Brutalität des Berichtsgegenstands und der Behutsamkeit des Berichterstatters. Er kommt auch militanten Rechten näher, ohne sich anzubiedern. So zeigt er uns Deutschlands hässlichste Seite. Das ist aufschlussreich und erschreckend, auch weil der Film sich um Nuancen bemüht.“

CIVIS VIDEO AWARD

Unterhaltung

Cat in the Wall

Film
Activists 38 | HBO
Autorinnen | Regie: Vesela Kazakova, Mina Mileva
Redaktion: Donka Ivanova
Produktion: Vesela Kazakova, Mina Mileva
Ko-Produktion: Lambros Atteshlis (Glasshead), Bulgarian National Television, Christophe Bruncher (Ici et Là Productions)

Irina, eine alleinerziehende Mutter aus Bulgarien, lebt mit ihrem Bruder und ihrem Sohn in einer Sozialwohnung im Südosten Londons. Ein Streit mit den Nachbarn um eine entlaufene Katze eskaliert. Auf einmal geht es um große Dinge: Migration, Brexit, soziale Ungleichheit. Irina, enttäuscht von Kommunismus und Korruption in Bulgarien, ist entschlossen, für ein besseres Leben in der neuen Heimat zu kämpfen.

„Cat in the Wall zeigt umfassend und schonungslos, welche Härten mit Migration einhergehen können, die Konflikte eines Teils der Migrant*innen untereinander ebenso wie ihre Probleme mit der neuen Umwelt. Die Neubürger:innen werden an den Rand abgedrängt und zugleich erfasst von den sozialen Spannungen der britischen Gesellschaft. Ein handwerklich herausragend und ungewöhnlich gestalteter Film.“

CIVIS VIDEO AWARD

Unterhaltung

Die Carolin Kebekus Show - Folge 3: Rassismus Spezial inkl. „Brennpunkt“

Late Night Show
Westdeutscher Rundfunk | Das Erste
Autor:innen: Max Bierhals, Jana Fischer, Carolin Kebekus, Jasmina Kuhnke, Aurel Mertz, Claudius Pläging, Shary Reeves
Regie: J. Patrick Arbeiter
Redaktion: Leona Frommelt (WDR)
Creative Producer: Max Bierhals, Claudius Pläging
Producerin: Jessica Timm
Produktion: Philipp Käßbohrer, Matthias Murmann, Constanze Weihrauch
Ko-Produktion: bildundtonfabrik , UnterhaltungsFlotte TV

Die „Carolin Kebekus Show“ macht einen „Brennpunkt“ zum Thema Rassismus. 8 Minuten und 46 Sekunden – so lange dauerte der Todeskampf des Afroamerikaners George Floyd – berichten Moderatorin Shary Reeves und andere prominente BPOC aus Deutschland über ihre Erfahrungen mit Anfeindung und Ausgrenzung, mit Rassismus.

„Die Carolin Kebekus Show inklusive des Brennpunkts zum Rassismus ist eine starke, spontane Reaktion auf die Ermordung von George Floyd. Die Wirkung ergibt sich aus der überraschenden Abkehr vom gewohnten Programm:– und erregt gerade dadurch Aufmerksamkeit für ein zentrales Thema. Bewusst frontal, aber nicht auftrumpfend transportiert die Sendung ihre durchschlagende Botschaft zum Thema Rassismus.“

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(verfügbar bis: 05.09.2021)

CIVIS VIDEO AWARD

Unterhaltung

Herren

Fernsehfilm
Kineo Filmproduktion Peter Hartwig und cinema negro Filmproduktion Sidney Martins |  BR, ARTE Deutschland
Autorin: Stefanie Kremser (frei nach dem Roman GENTS von Warwick Collins)
Regie: Dirk Kummer
Redaktion: Claudia Simionescu (BR), Monika Lobkowicz (BR/ARTE), 
Produktion: kineo Filmproduktion Peter Hartwig und cinema negro Filmproduktion (Sidney Martins) 
Auftragsproduktion: BR, ARTE für DasErste

Ezequiel ist Kampfsport-Crack und würde gern Capoeira unterrichten. Doch als Schwarzer mit Einwanderungsgeschichte muss er bei der Arbeitssuche nehmen, was kommt: „Denkmalhygiene“ – nachts öffentliche Pissoirs putzen. Seiner Frau mag er das nicht erzählen, seinem Sohn Stevie auch nicht. Der soll studieren und Karriere machen. Denkt Ezequiel. Stevie hat andere Pläne: Er will Friseur werden.

„Herren erzählt von der Sinnsuche eines Vaters in der Midlife Crisis. Es ist eine universelle Geschichte, die doch wie selbstverständlich im ganz gewöhnlichen Leben Schwarzer Menschen in Deutschland spielt. Unaufgeregt, mit großartigen Schauspieler:innen und einer einfallsreichen Bildgestaltung, zeigt der Film ein Stück Vielfalt in Deutschland, mit der ein Teil der Bevölkerung sich immer noch schwer tut.“

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(Verfügbar bis: 18.10.2021)

CIVIS VIDEO AWARD

Social Media Format

Darf ich dir in die Haare fassen? - Alltagsrassismus in Deutschland

Social Media Format
WDR COSMO
Autor:innen: Michel Abdollahi, Miriam Anna Hochhard, Janina Kalle, Daphne Ivana Sagner, Jan-Nicholas Vogt, Robert Weitkamp
Regie: Jan-Nicholas Vogt, Robert Weitkamp
Redaktion: Tobias Gnädig, Miriam Anna Hochhard
Produktion: Michel Abdollahi (Telemichel Produktionsgesellschaft mbH)

Vor allem für BPOC gehört es zu den Alltagserfahrungen: Jemand meint, er müsse ihnen mal in die Haare fassen. Einfach so, wie selbstverständlich. Doch es ist eine Geste der Ausgrenzung: Du bist anders. Das COSMO-Team hat den Spieß umgedreht und Menschen auf der Straße gefragt, ob man sie mal in die Haare fassen dürfe. Die Resonanz war lebhaft und aufschlussreich.

„Darf ich Dir in die Haare fassen? ist ein wahrhaft interaktives Video: Eine nur scheinbar harmlose Geste wird durch Umkehrung entlarvt als das, was sie ist: ein Stück Alltagsrassismus. Auf fast spielerische Weise erwächst daraus ein aufklärerisches Wechselspiel, einfühlsam dargestellt, ernsthaft aber auch humorvoll-ironisch und den Formaten der sozialen Medien geschickt angepasst.“

CIVIS VIDEO AWARD

Social Media Format

Black Lives Matter in der Schweiz - People of Color in der Schweiz zu Rassismus, Protesten und den USA-Vorfällen (1/3)

Social Media Format
Schweizer Rundfunk und Fernsehen | SRF VIRUS
Autor | Regie: Can Külahcigil
Redaktion | Produktion: Can Külahcigil
Ko-Produktion: Larissa Sterchi

Auch in der Schweiz hat der Mord an dem afroamerikanischen US-Bürger George Floyd für Entsetzen gesorgt. Virus, der Jugendkanal des Schweizer Radios und Fernsehens, hat in einer dreiteiligen Serie die Forderung aufgegriffen, Betroffenen von Rassismus mehr Gehör zu verschaffen. Elf Menschen berichten in der ersten Folge über ihre Erfahrungen mit Rassismus und nehmen Stellung zu den Protesten unter dem Slogan Black Lives Matter.

„Die Black Lives Matter-Bewegung hat Europa erfasst. Den Opfern eine Stimme zu geben, gehört zum Widerstand gegen den Rassismus. Der ist leider auch auf unserem Kontinent Alltag. Das Video Black Lives Matter in der Schweiz zeigt eindrucksvoll, was Social Media kann: Es ist reaktionsschnell, sicher im Handwerk, optisch markant umgesetzt.“

CIVIS VIDEO AWARD

Social Media Format

Gesichter der Flucht - Vom Gehen und Ankommen #1 Alla gut!

Social Media Format
Südwestrundfunk /ARTE | Florianfilm
Autoren | Regie: Markus Augé, Jascha Hannover
Nach einer Idee von: Angelika Schindler
Redaktion: Hugues Jardel, Angelika Schindler,
Bernd Seidl
Produktion: André Schäfer

Khalil Khalil ist 2015 übers Mittelmeer geflüchtet. Sein abgeschlossenes Jura-Studium nützt ihm in Deutschland nichts. Wohl aber seine Hartnäckigkeit und sein Humor. Damit kommt er dem Dialekt seiner Badener Mitbürger auf die Spur. Das gibt viel zu lachen und verschafft Khalil Zugang zu den Menschen in seiner neuen Heimat. Eines von acht Kurzporträts, die verdeutlichen, wie unterschiedlich die individuelle Erfahrung von Flucht und Neubeginn ausfällt.

„Europa ist ein Kontinent der Migration. Das Schicksal Flucht kommt in den meisten Ahnenreihen vor. Alla gut!, Auftakt einer achtteiligen Serie, zeigt auf humorvolle aber nie flüchtige Weise, in wenigen Minuten und trotzdem mit Tiefgang wie aus dem Trauma der Entwurzelung der Wille erwachsen kann, sich die neue Heimat zu erschließen und neue Bindungen zu knüpfen.“

CIVIS AUDIO AWARD

kurze Programme

Freitagsforum: Dating halal – Der Mensch fürs Leben. Muslimische Partnersuche im Internet_1.

Beitrag mit Einspielern
Norddeutscher Rundfunk | NDR Kultur
Autorin: Kadriye Acar
Redaktion: Jan Ehlert

Im Freitagsforum kommen die Alltagsprobleme von Muslim*innen zur Sprache. In digitalen Zeiten wächst auch unter ihnen das Interesse an Kontaktbörsen im Internet – für Heiratswillige ein Tor zur Freiheit. Sie können sich weltweit mit potenziellen Partner:innen in Verbindung setzen, ohne Kontrolle durch Eltern oder andere Angehörige.

„Dating Halal- Der Mensch fürs Leben ist eine lebensnahe, anschauliche Erzählung aus dem sozialen Alltag von Muslim:innen. Fernab von den gängigen Kontaktbörsen schaffen sie sich eine Lösung für ihre Bedürfnisse nach Liebe und Partnerschaft. Der atmosphärisch dichte Bericht wirft einen ungewöhnlichen Blick auf die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Einwanderungsgeschichte.“

CIVIS AUDIO AWARD

kurze Programme

Lesbos: Europa schaut wieder weg, Ö1 Journale. Teil1: - Kara Tepe: Wo Kinder an Selbstmord denken

Reportage
Österreichischer Rundfunk | Ö1
Autorin: Veronika Mauler
Redaktion: Barbara Gansfuß-Kojetinsky

Lesbos nach dem Brand des Lagers Moria: Mehr als 7000 Flüchtlinge sind im provisorischen Camp Kara Tepe untergekommen. Mehr als ein Drittel sind Kinder, die meisten noch keine zwölf Jahre alt. Sie sind seelisch verwundet durch Krieg und Flucht und nun zusätzlich verstört durch die elenden Zustände auf Lesbos. Eine norwegische Kinderpsychologin erzählt von Grundschüler:innen mit Selbstmordgedanken.

„Lesbos: Europa schaut wieder weg behandelt ein überaus relevantes Thema. Die Reportage dringt ebenso informativ wie feinfühlig in die Tiefe. Auf berührende Weise nimmt uns die Autorin mit an Europas Randzone, die in der Coronakrise aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verschwinden droht obwohl dort katastrophale Zustände herrschen.“

Hier können Sie sich den vollständigen Beitrag anhören:
(Sendedatum: 10.12.2020)

CIVIS AUDIO AWARD

kurze Programme

Der Morgen: Uns bleiben nur die Worte

Beitrag mit Einspielern
Saarländischer Rundfunk | SR2 Kulturradio
Autorin: Sabine Wachs

Der Kurzbeitrag erzählt die Geschichte zweier Väter, die der Terroranschlag im Pariser Konzertsaal Bataclan zusammenführte. Georges Salines verlor bei dem Blutbad im November 2015 seine Tochter Lola; Azdyne Amimours Sohn Samy war einer der islamistischen Terroristen und wurde von der Polizei erschossen. Aus dem Versuch, das Entsetzliche zu begreifen, entwickeln die beiden Männer eine Art Freundschaft und schreiben gemeinsam ein Buch mit dem Titel: „Il nous reste les mots – Uns bleiben die Worte“.

„Uns bleiben nur die Worte bildet eine Opferperspektive ab, von der selten die Rede ist: Auch der Vater eines radikalisierten Täters ist für sein Leben gezeichnet. Die Annäherung an den Vater eines Anschlagsopfers wird über starke O-Töne und Dialoge vermittelt. Beide nehmen einander in ihrem Schmerz über den Verlust ernst. Ein Stück „constructive journalism“, das Spannung aufbaut und nachdenklich macht.“

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(verfügbar bis: 13.11.2021)

CIVIS AUDIO AWARD

lange Programme

Hörbilder: „Willkommen in Weikendorf”

Feature
Österreichischer Rundfunk | Ö1
Autorin | Regie: Claudia Gschweitl
Redaktion: Simon Elmes, Eva Roither, Elisabeth Stratka

Der kleine Ort Weikendorf in Niederösterreich gerät in Aufregung, als dort im Sommer 2019 eine elfköpfige palästinensische Familie ein Haus kaufen will. Der Bürgermeister verweigert die Genehmigung, eine Bürgerinitiative gegen den Zuzug formiert sich. Aber als Rassisten wollen sich die Weikendorfer in den Medien nicht darstellen lassen. Vergeblich schreibt der Familienvater an die Spitzen der österreichischen Politik. Es folgt ein langer Rechtsstreit.

„Die Reportage Willkommen in Weikendorf zeigt die sehr verschiedenen Perspektiven in einem kleinen Ort in Niederösterreich. Das gelingt ihr unter anderem mit Hilfe packender O-Töne, denen ausreichend Raum gegeben wird und einer ausgefeilten Dramaturgie. Widersprüche sorgen mit immer neuen Wendungen für Spannung bis zum Schluss. Begeisterndes Radio!“

Hier können Sie sich den vollständigen Beitrag anhören:
(Sendedatum: 27.06.2020)

CIVIS AUDIO AWARD

lange Programme

Feature am Mittwoch: Halle 9. Oktober – Ein Jahr danach

Feature
Mitteldeutscher Rundfunk | MDR Kultur – Das Radio
Autorin: Duška Roth
Regie: Nikolai von Koslowski
Redaktion: Tobias Barth

Nach dem Anschlag auf die Synagoge von Halle steht die Stadtgesellschaft vor drängenden Fragen: Wie gehen die Menschen mit dem Geschehenen um? Was ändert sich im Leben des Einzelnen und der Gesellschaft, was in den Medien und in der Politik? Über zwölf Monate hat Duška Roth Antworten gesucht: bei der jüdischen Gemeinde, im Kiez-Döner, im Viertel um den Tatort, im Untersuchungsausschuss des Landtags und im Prozess gegen den Täter.

„Die Autorin von Halle, 9. Oktober- ein Jahr danach liefert eine handwerklich durchgearbeitete, sehr stringente und nachvollziehbare Darstellung des Anschlags auf die Synagoge und des Blicks der Zeitzeugen. Das eindrucksvolle Stück nimmt die Hörer:innen mit zu den besonderen Umständen des Attentats und weist gerade dadurch über dieses Ereignis hinaus.“

Hier finden Sie den vollständigen Beitrag >
(Verfügbar bis: 08.10.2021)

CIVIS AUDIO AWARD

lange Programme

White Fragility Warum Weiße Rassismus so leicht übersehen

Dokumentation
Bayerischer Rundfunk | Bayern2
Autorinnen: Esther Diestelmann, Kokutekeleza Musebeni
Regie: Rainer Schaller
Redaktion: Thomas Kretschmer, Caroline v. Lowtzow

Der Rassismus-Vorwurf beschämt viele weiße Menschen. Was aber, wenn wir alle Teil eines rassistischen Systems wären? Das ist die Grundthese der Critical Whiteness - Forschung. Sie untersucht, warum es so schwer ist, mit Weißen über den Einfluss ihrer eigenen Hautfarbe zu sprechen.

„White Fragility: Warum Weiße Rassismus so leicht übersehen ist in spannendes, provokatives Stück, das zum Nachdenken anregt und zur Stellungnahme herausfordert – eine bewusst subjektive Einladung, sich mit einer aktuellen Debatte rund um das Thema Rassismus auseinanderzusetzen.“

Hier finden Sie den vollständigen Beitrag >
(Verfügbar bis: Januar 2022)

CIVIS AUDIO AWARD

Podcasts

Wir schaffen das! - Wie ein Satz Deutschland veränderte. Episode 7: Halat

Podcast FYEO (For Your Ears Only)
Autorinnen: Lea Hampel, Sham Jaff, Susanne Klingner
Redaktion: Tristan Lehmann, Isabel Lübbert-Rein
Ausführende Produzentin: Susanne Klingner (hauseins)

Fünf Jahre nach Angela Merkels „Wir schaffen das!“ hat sich das Land verändert. Es gab unzählige Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Herkunft. Auf der anderen Seite wählen mehr Bürger:innen rechtsextrem, und rassistische Anschläge haben zugenommen. Der Podcast überprüft, was aus Merkels Versprechen in der oberbayerischen Provinz geworden ist. Zu Wort kommen Geflüchtete, Menschen, die sie aufgenommen haben, und solche, deren Leben durch die gesellschaftliche Großaufgabe umgekrempelt wurde.

„Fünf Jahre nach „Wir schaffen das“ - wieweit hat Deutschland es mit der Aufnahme, Versorgung und Integration vieler Geflüchteter tatsächlich geschafft? Der Beitrag: Wir schaffen das! - Wie ein Satz Deutschland veränderte, Teil 7 liefert eine Fülle von Informationen - und die Erkenntnis, dass die Datenlage zum Thema erstaunlich dünn ist. Eine ausführliche Erhebung, die Expertenwissen und Einzelschicksale verknüpft.“

CIVIS AUDIO AWARD

Podcasts

Chai Society Bunte Schnuckeltüten und dunkle Hinterzimmer: Safespace Moschee?

Podcast Radio Bremen | Bremen NEXT
Autorinnen: Refiye Ellek, Soraya Jamal
Redaktion: Grit Thümmel

Sind Moscheen ein Safespace? Für einen Teil der Muslim*innen nicht. Vor allem manche Frauen fühlen sich unwohl in einer männlich dominierten Atmosphäre. Auch von politischen Konflikten, Gewalt in der Koranschule und Diskriminierung schwarzer Schwestern und Brüder berichten muslimische Hörer:innen.

„Bunte Schnuckeltüten und dunkle Hinterzimmer: Safespace Moschee? ist ein unvoreingenommener, differenzierter Blick auf das Leben in den Moscheen. Er zeigt die Vielfalt der Traditionen in den unterschiedlichen Communities. Alle Themen, die nicht schwierig sein müssen, aber schwierig sein können, werden angesprochen und zur Diskussion gestellt. Diversität aus einer ungewohnten Perspektive – großartig!“

CIVIS AUDIO AWARD

Podcasts

Heimkehr Folge 1: Die deutsche Kampfeinheit beim IS

Feature-Podcast-Serie
Norddeutscher Rundfunk | NDR Kultur
Autorinnen: Lisa Maria Hagen, Mariam Noori
Regie: Beatrix Ackers-Matejka
Redaktion: Joachim Dicks, Martina Kothe

Lisa Hagen und Mariam Noori geben einen Einblick in das Leben unterschiedlicher Familien, die eines gemeinsam haben: Ihre Söhne haben sich von der Terrormiliz IS anwerben lassen und sind zum Kampf nach Syrien gereist. Fero und Marvin bleiben verschwunden, ihre Familien fragen sich: Was haben wir falsch gemacht? Oliver kämpft um die Wiederaufnahme in die österreichische Gesellschaft. Doch die Vergangenheit im extremistischen Milieu lässt sich nicht einfach abstreifen.

„Das Thema – junge IS-Rekruten aus Europa – ist nicht neu, wurde aber selten so eindringlich aufgearbeitet wie in Heimkehr- Die deutsche Kampfeinheit beim IS. Starke O-Töne und eine sehr durchdachte Dramaturgie mit einem berührenden Schluss beleuchten journalistisch hochprofessionell die tragische Verirrung dreier junger Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft.“

Hier finden Sie den vollständigen Beitrag >
(Verfügbar bis: 27.12.2021)

CIVIS AUDIO AWARD

Podcasts

Rice and Shine Hamburg 1980: Als der rechte Terror wieder aufflammte

Podcast
Autorinnen: Minh Thu Tran, Vanessa Vu

Der Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Hamburg, bei dem im August 1980 zwei junge Männer aus Vietnam starben, war der erste rassistische Mord der Bundesrepublik. Die drei Attentäter gelten als Vorläufer des NSU. Dennoch ist die Tat aus dem öffentlichen Bewusstsein weitgehend verschwunden. 40 Jahre danach rekonstruieren die Autorinnen das Geschehen und seine Folgen. Im O-Ton kommen Überlebende und Angehörige zu Wort.

„Die Autorinnen rekonstruieren in Hamburg 1980: Als der rechte Terror wieder aufflammte einen einschneidenden Moment der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ihr Stück macht die Menschen hinter der Geschichte sichtbar- einer Geschichte, die außerordentlich ergreifend ist, nicht zuletzt, weil sie auf die beeindruckende Kraft der O-Töne vertraut, denen viel Raum gegeben wird.“

CIVIS AUDIO AWARD

Podcasts

Acca Pillai Arrangierte Ehe bei Tamil_innen

Podcast
Autor:innen | Redaktion: Abby Baheerathan, Makileny Vijayakumar
Produktion: Abby Baheerathan

In der tamilischen Tradition sind die Eltern an der Partnersuche für ihre Kinder beteiligt. Wie funktioniert das, was bedeutet es, was sind die Kriterien? Acca Pillai ist ein Podcast, der sich an die deutsch-tamilische Diaspora und alle wendet, die zu ihr Kontakt haben wollen oder sich für sie interessieren. Die Autorinnen erklären den Hintergrund tamilischer Traditionen und beleuchten den Umgang der zweiten Generation von Migrant:innen mit dieser Kultur.

„Arrangierte Ehen bei Tamil*innen ist eine trotz des schwierigen Themas streckenweise muntere, Einführung in die Lebenswelt von Menschen mit tamilischen Wurzeln hierzulande. Ein lehrreicher Blick auf eine kleine Community, deren Lebensumstände und zum Teil auch Probleme mit denen anderer Gemeinschaften von Einwanderern vergleichbar sind. Die Reportage ist bei aller Ernsthaftigkeit sehr unterhaltsam.“

CIVIS CINEMA AWARD

 

BERLIN ALEXANDERPLATZ

Spielfilm (Kinostart: 16.07.2020)
Regie: Burhan Qurbani
Drehbuch: Burhan Qurbani, Martin Behnke
Buchvorlage: Alfred Döblin
Darsteller:innen: Welket Bungué, Jella Haase, Albrecht Schuch, Joachim Król, Anabelle Mandeng, Nils Verkooijen u.a.
Produktion: Sommerhaus Filmproduktion GmbH
Ko-Produktion: ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE, Lemming Film in Zusammenarbeit mit Wild at Art
Produzenten: Leif Alexis, Jochen Laube, Fabian Maubach
Filmverleih: Entertainment One (Paramount)

Francis ist die Flucht von Nordafrika nach Europa gelungen. Er hofft, in Berlin Fuß fassen zu können und versucht mit legaler Arbeit über die Runden zu kommen. Er lehnt es zunächst ab Drogen zu handeln, kommt dem neurotischen Drogendealer Reinhold aber immer näher. Schließlich macht Francis die Bekanntschaft mit der Clubbesitzerin Eva und dem Callgirl Mieze. Mieze und er werden ein Paar. Alles könnte gut werden, doch Francis kann Reinhold nicht widerstehen.

CIVIS CINEMA AWARD

 

FUTUR DREI

Drama (Kinostart: 24.09.2020)
Regie: Faraz Shariat
Drehbuch: Faraz Shariat, Paulina Lorenz
Darsteller:innen: Benjamin Radjaipour, Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali, Mashid, Nasser, Maryam Zaree, Abak Safaei-Rad, Jürgen Vogel, Knut Berger, Paul Lux, Niels Bormann, Hadi Khanjanpour, Katarina Gaub, Sevil Mokhtare, Vanessa Loibl, Armin Warhedi u.a.
Produktion: Jünglinge Film
Ko-Produktion: Jost Hering Filme, Iconoclast Germany, La Mosca Bianca Films
Produzent:innen: Paulina Lorenz, Faraz Shariat
Filmverleih: Salzgeber

Parvis, Kind wohlhabender iranischer Einwanderer:innen führt ein behütetes Leben. Er langweilt sich in der Provinz und möchte etwas erleben, sucht nach einem Kick. Schließlich begeht er einen Ladendiebstahl und muss Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für Geflüchtete leisten. Dort freundet er sich mit den iranischen Geschwistern Banafshe und Amon an. Zwischen ihm und Amon entwickelt sich eine Liebe. Doch allen Beteiligten ist klar: Sie leben in ganz unterschiedlichen Welten.

CIVIS CINEMA AWARD

 

MASTER CHENG IN POHJANJOKI

Spielfilm (Kinostart: 30.07.2020)
Regie: Mika Kaurismäki
Drehbuch: Hannu Oravisto
Drehbuchadaption: Mika Kaurismäki, Sami Keksi-Vähälä
Darsteller:innen: Anna-Maija Tuokko, Pak Hon Chu, Lucas Hsuan, Kari Väänänen, Vesa-Matti Loiri, u.a.
Produktion: Marianna Films
Ko-Produktion: By Media, Han Ruan Yuan He
Produzenten: Mika Kaurismäki, Iain Brown, Chun Yi Yueh
Filmverleih: MFA+ FilmDistribution

Auf der Suche nach einem finnischen Freund reist der chinesische Koch Cheng nach Lappland. Niemand scheint seinen Freund zu kennen, aber die lokale Cafébesitzerin Sirkka bietet ihm eine Unterkunft an. Im Gegenzug hilft Cheng ihr in der Küche. Schnell sind die Einheimischen von den Spezialitäten aus Chengs Heimat begeistert und freunden sich mit ihm an. Als Chengs Touristenvisum abläuft, schmieden die Dorfbewohner einen Plan, der ihm helfen soll, zu bleiben ...

CIVIS CINEMA AWARD

 

PERSISCHSTUNDEN

Drama (Kinostart: 24.09.2020)
Regie: Vadim Perelman
Drehbuch: Ilya Zofin.
Buchvorlage: Basierend auf Wolfgang Kohlhaases Novelle „Erfindung einer Sprache“ aus dem Jahre 2005.
Darsteller:innen: Nahuel Pérez Biscayart, Lars Eidinger, Jonas Nay, Leonie Benesch, Alexander Beyer, Luisa-Céline Gaffron, David Schütter u.a.
Produktion: One Two Films
Ko-Produktion: Hype Film, LM Media, Belarusfilm
Produzent:innen: Rauf Atamalibekow, Timur Bekmambetow, Pawel Burja, Murad Osmann, Vadim Perelman, Ilya Stewart, Ilja Zofin
Ko-Produzent:innen: Sol Bondy, Ilja Dzhincharadze, Jamila Wenske, Elizaveta Chalenko, Leonid Shpolskiy, Galina Malysheva, Dmitry Malyshev, Vladimir Staetski, Mikhail Gilman, Maria Zatulovskaya
Filmverleih: Alamode Film

1942 wird Gilles zusammen mit anderen Juden von der SS gefangen genommen und in ein Konzentrationslager gebracht. Um dem Tod zu entgehen, behauptet er, kein Jude zu sein und aus Iran zu stammen. Das rettet ihm zunächst das Leben. Der Leiter der Lagerküche, Klaus Koch, möchte nach Kriegsende im Iran ein eigenes Restaurant eröffnen, doch dafür muss er Persisch lernen. Gilles muss Koch nun Farsi beibringen – ohne selbst ein einziges Wort der Sprache zu beherrschen.

CIVIS CINEMA AWARD

 

UND MORGEN DIE GANZE WELT

Drama (Kinostart: 29.10.2020)
Regie: Julia von Heinz
Drehbuch: Julia von Heinz, John Quester
Darsteller:innen: Mala Ende, Luisa Céline Gaffron, Andreas Lust, Noah Saavedra, Tonio Schneider u.a.
Produktion: Seven Elephants
Ko-Produktion: Kings & Queens Filmproduktion, Haiku Films, SWR, BR, WDR, ARTE
Produzent:in: Julia von Heinz, Fabian Gasmia
Ko-Produzenten: Antoine Delahousse, John Quester, Thomas Jaeger
Filmverleih: Alamode Film

Luisa, Jurastudentin und Tochter wohlsituierter Eltern, sorgt sich wegen der zunehmenden Beliebtheit populistischer Parteien und der erstarkenden Rechte in Deutschland. Zunächst leistet sie gewaltfreien Widerstand. Dabei lernt sie Alfa und Lenor kennen. Für die beiden ist auch Gewalt ein legitimes Mittel, um Ziele zu erreichen. Die Ereignisse überstürzen sich - und Luisa muss entscheiden, wie weit sie im Kampf gegen rechts zu gehen bereit ist.